Über das Museum

Das Haus Mentzendorff im Stil des 17.–18. Jh. ist das einzige seiner Art im Baltikum. Es wurde am 18. Mai 1992 eröffnet. Die Ausstellung zeigt das Haus, wie es 1695 eingerichtet war. Bis 1939 war es ein Wohnhaus mit Etagen für Geschäfte und Lagerräume. Das Gebäude wurde von der polnischen Firma PKZ unter Leitung des lettischen Architekten Pēteris Blūms restauriert.

Das Rigaer Haus-Museum vermittelt den Besuchern die Bräuche des Gemeinschaftslebens eines wohlhabenden Rigaers. Hier sind einzigartige Decken- und Wandmalereien aus dem 17.–18. Jh. zu besichtigen. Ihnen wurden historische Interieurgegenstände aus der Sammlung des Rigaer Museums für Stadtgeschichte und Schifffahrt angepasst, wobei jeder Raum einen unterschiedlichen Charakter und eine andere Atmosphäre bekam. Besucher können in dem alten Laden, in der Küche mit dem Mantelschornstein, im Gästezimmer, im Tanzsalon, in der Familienkapelle, im Zimmer des Hausherrn oder in den sog. Dichter- und Mädchenzimmern verweilen sowie in den historischen Gewölbekellern und in den romantischen Dachboden hineinschauen, wo sich heute Ausstellungssäle befinden und wo jeden Monat wenigstens eine neue Ausstellung eingerichtet wird.

Das Museum trägt den Namen der letzten Besitzer – der Kaufmannsfamilie Mentzendorff. Seit dem Jahre 2005 ist im Museum ein Andenkenkabinett zu Ehren des Enkels von August Mentzendorff,  Professor Dietrich André Loeber (1923–2004), einem selbstlosen Unterstützer des Museums, eingerichtet  worden.

Bereits im 17. Jh. befand sich in diesem Haus die Glashütte von Jürgen Helm; heute wird die Tradition  weitergepflegt: es funktioniert auch heute noch eine moderne Glaswerkstatt – ein Glaskunst- und Forschungszentrum. Man kann die Künstler bei der Arbeit beobachten. Bei Voranmeldung besteht für die Besucher die Möglichkeit, selbst in die Glaskunstgeheimnisse einzudringen.

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